von Katrin Siegemund
Eine außergewöhnliche Entdeckung!
In einer aktuellen Studie wurde erstmals ein albino Weibchen der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) dokumentiert – und das während der Stillzeit.
Albinismus ist bei Fledermäusen extrem selten. Er führt zu fehlender Pigmentierung, wodurch Tiere oft empfindlicher gegenüber Licht sind, leichter zur Beute werden und möglicherweise gesundheitliche Nachteile haben.
Besonders bemerkenswert:
Dieses Weibchen war laktierend, also aktiv dabei, ein Jungtier zu versorgen. Das zeigt, dass selbst unter ungewöhnlichen genetischen Bedingungen erfolgreiche Fortpflanzung möglich ist.
Die Kleine Hufeisennase bringt in der Regel nur ein Jungtier pro Jahr zur Welt und lebt in sogenannten Wochenstuben mit mehreren Weibchen zusammen.
👉 Solche Beobachtungen sind unglaublich wertvoll, um seltene Phänomene besser zu verstehen und gezielte Schutzmaßnahmen für diese gefährdete Art zu entwickeln.
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📸 Alle Bilder: Francesco Di Natale